Volt Mönchengladbach hat sich jüngst mit zwei wichtigen Organisationen in der Stadt getroffen, um mit ihnen drängende gesellschaftliche Themen zu diskutieren: Bildungsgerechtigkeit und Barrierefreiheit.
Treffen mit dem PGM Bildungszentrum
Die Volt-Vertreter Marco Diawuoh und Andre Klaaßen, beide Diektkandidaten für den Rat der Stadt Mönchengladbach, besuchten am Wochenende das PGM Bildungszentrum in Rheydt, das derzeit rund 120 Kinder betreut – etwa 80 Prozent davon mit
Migrationshintergrund.
In enger Abstimmung mit vier nahegelegenen Grundschulen werden vor allem Kinder mit besonderem Förderbedarf ausgewählt.
Das Angebot konzentriert sich auf gezielte Unterstützung in Deutsch und Mathematik, ergänzt durch persönliche Betreuung, Abholung von der Schule und ein abwechslungsreiches Ferienprogramm.
Die Arbeit des Zentrums wird überwiegend durch städtische Programme wie den „Bildungsfuchs“ sowie Teilhabeangebote des Jugendamtes finanziert.
Allerdings musste das Angebot in den vergangenen Jahren aufgrund wiederholter Kürzungen erheblich reduziert werden – von ursprünglich sechs Gruppen mit je 20 Kindern auf aktuell nur noch drei Gruppen.
Volt lobte die wertvolle Arbeit des Vereins, der nicht nur Bildungschancen verbessert, sondern auch Integration und Gemeinschaft fördert, und betonte den politischen Willen, sich für den Erhalt und Ausbau solcher Angebote einzusetzen.
Austausch mit dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK)
In einem separaten Gespräch mit dem BSK ging es um die aktuelle Situation der Barrierefreiheit in Mönchengladbach.
Beide Seiten kritisierten, dass das Thema in Verwaltung und Politik oft nur am Rande behandelt werde.
Es fehle teilweise an Fachwissen und manchmal sogar am Willen, bestehende DIN-Normen konsequent anzuwenden.
Volt fordert daher, diese Standards verbindlich in die Landesbauordnung zu übernehmen.
Konkrete Missstände wurden anhand aktueller Beispiele aufgezeigt:
Ein neues Augenzentrum verfügt über keine eigene behindertengerechte Toilette.
Eine vorhandene in einer anderen Praxis in der Nähe ist nicht ausgeschildert und Zahnarztpatienten nicht „offiziell“ zugänglich.
Ein neues Café in ehemaligen städtischen Büro&sjy;räumen übernahm lediglich schmale Toiletten, obwohl bei der Nutzungsänderung Barrierefreiheit hätte vorgeschrieben werden können, etwa durch die Zusammenlegung der beiden Toiletten zu einer barrierefreien Anlage.
Volt sieht darin verpasste Chancen, Barrierefreiheit direkt bei Neubauten oder Sanierungen mitzudenken.
Neben dem Wohnungsbau, wo künftig ein fester Anteil an barrierefreien Wohnungen vorgesehen werden soll, fordern die Beteiligten Verbesserungen im ÖPNV, insbesondere bei der Gestaltung neuer, sowie bei der Verlegung von Haltestellen.







