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Als der 30 jährige Krieg 1618 beginnt, ahnt niemand, daß er sich zum blutigsten Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten in Deutschland entwickeln wird.

Auch der Niederrhein bleibt nicht verschont. Gladbach ist schließlich katholisch, Rheydt evangelisch.

Hessische und kaiserliche Truppen sind in Gladbach untergebracht.

Damblon und der Verlag brauchen hier nicht weiter vorgestellt zu werden – sie haben schließlich schon zahlreiche Büchlein zu örtlichen katholischen Themen veröffentlicht.

Er erzählt eine Geschichte, wie sie in jener Zeit des Krieges vorgekommen sein könnte. Bei reichlich Rotwein spielen 3 Landsknechte mit dem Teufel Karten und lernen so das Böse in der Welt kennen.

Dr. phil. Wolfgang Löhr wurde 1938 geboren. Er war 1969 -2003 Leiter des Stadtarchivs von Mönchengladbach. Er liefert zusätzliche historische Informationen zu diesem Werk aus der Schriftenreihe „Gladbacher Schriften“:

Diverse großformatige Farbfotos illustrieren die Ausführungen.

Die beiden Autoren bieten gute Unterhaltung. Sie behandeln ein kulturgeschichtliches und volkstümliches Thema, das wohl auch in anderen Regionen Deutschlands bekannt ist.

Es ehrt den Verlag, lokale Themen zu behandeln. Ist dieses hier aber wirklich so wichtig, ein eigenes Büchlein darüber zu schreiben? Die Zielrichtung der Veröffentlichung ist nicht deutlich erkennbar; auch wenn ortsgeschichtliche Informationen dargeboten werden, ist der 30jährige Krieg weit weg, weil kaum im öffentlichen Bewußtsein vorhanden und schon gar nicht im schulischen Unterricht der Kinder.

Da sei eine Bitte an den Verlag erlaubt: Bring endlich eiine Rhydter-Reihe mit evangelischen Themen heraus.

Albert Damblon: Eine Geschichte des Teufels; NB. Kühlen Verlag Mönchengladbach 2017; 54 Seiten; ISBN:  978-3-87448-486-2