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Die Altstadt von Düsseldorf gilt im Volksmund als „die längste Theke der Welt“. Doch sich hat mehr zu bieten als leibliche Genüsse. Ihre Kirchen sind – wie das Beispiel St. Andreas (Andreasstraße 27) anschaulich zeigt – ein sehenswert der Ort der Ruhe.

Die Kirche wurde in den Jahren 1622 – 1629 auf Anregung der Jesuiten, die im Jahre 1619 von Graf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg nach Düsseldorf gerufen worden waren, erbaut.

Das Jesuitenkolleg wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet.

Es liegt westlich der Kirche.

Zur „Hofkirche“ wurde das Gebäude im Jahre 1708.

Bei der Andreaskirche handelt es sich um eine helle, dreischiffige Emporenhalle.

Auffällig sind die Stuckarbeiten im Deckenbereich, aber auch die vielen Heiligenstandbilder.

Die Stuckarbeiten thematisieren die Dreifaltigkeit = Apsis, die Engel, Patriarchen, Propheten, Evangelisten und die heiligen Monarchen.

An den Außenschiffen der Seitenschiffe befinden sich unter anderem lebensgroße Holzstatuen der zwölf Apostel, an den Pfeilern der Mittelschiffe verschiedene Heilige des Jesuitenordens.

„Die beiden Seitenaltäre sind Barockschöpfungen aus der Entstehungszeit der Kirche, die jetzigen Altrabilder entstanden im 19. Jahrhundert,“ berichtet ein Kirchenführer, der in dem Gotteshaus ausliegt.

Der Hochaltar stammt von Ewald Mataré.

Der Künstler war zu der Zeit Professor an der Kunstakademie Düsseldorf und schuf den Hochaltar im Jahre 1960. Von ihm stammen auch das Fenster des Chorraumes sowie der zentral hängende Kreuz-Teppich.

Das Orgelprospekt stammt aus dem Jahre 1780 / 82

Die Kirche besitzt nach eigenen Angaben einen reichen Kirchenschatz.

Silberfiguren aus dem 17. Jahrhundert gehören dazu wie Paramente aus verschiedenen Jahrhunderten.

St. Andreas war bis zum Jahre 1773, als der Jesuitenorden aufgelöst wurde, Klosterkirche.

Von 1842 bis 2005 war sie Pfarrkirche, seitdem ist sie wieder Klosterkirche.

Formal ist heute das Land Nordrhein-Westfalen Eigentümer des Gebäudes.

Die Kirche ist auch unter der Woche durchgehend geöffnet und kann innen besichtigt werden – was auch regelmäßig getan wird.

Es gibt kaum Zeiten, an denen die Kirche mal völlig leer ist.