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Die Neanderkirche ist die älteste evangelisch-reformierte Kirch Düsseldorfs. Sie liegt in der Altstadt, also mitten in der „längsten Theke der Welt“.

Benannt wurde sie 1917 nach Joachim Neander, einem Dichter, der 1674 bis 1679 Rektor der reformierten Lateinschule zu Düsseldorf war.

Heute erinnert ein Wandepitaph mit schwarzer Marmorplatte an ihn.

Der Grundstein für die Kirche wurde am 13. März 1683 gelegt. Die Weihe folgte am 17. November 1684, der ursprünglich nicht vorhandene Turm 1687.

Michael Cagnon gilt als ihr Architekt.

Ursprünglich befand sich der Haupteingang der Kirche an der Nordseite, heute im Turm.

Die Nordseite zeigt eine Pflastergliederung; Volutenkonsolen und ein Muschelmotiv schmucken das barocke Motiv.

Betritt man das Gotteshaus, gelangt man in einen kleinen Vorraum.

Dort liegt Informationsmaterial aus, dort befindet sich eine Treppe, die in den Turm hinaufführt.

Dann erreicht der Besucher den eigentlichen Gottesdienstsaal der Hallenkirche.

Ganz in hellen Farben ist der Raum gehalten: weißer Wandanstrich, hellbrauner Parkettfußboden, die Sitzbänke in einem sehr hellen blau, alles farblich sehr gut aufeinander abgestimmt.

Über dem Eingangsbereich und rechts davon befindet sich die Empore mit ihren Sitzgelegenheiten.

Genau dem Eingang gegenüber, auf Emporenhöhe, befindet sich die Orgel.

Der Altartisch mit Kerze (links), Blumenschmuck (rechts) und Lesepult (in der Mitte) befindet sich auf der linken Seite (vom Eingang aus), genau gegenüber dem bereits erwähnetn Wandepitaph.

Die Deckelkanzel schwebt genau über dem Altartisch. Sie stellt eine Besonderheit dar. Wie auch die Uhr stammt sie wohl aus der ursprünglichen Innenausstattung.

Ihr dunkelbraunes Holz zeigt Schnitzwerk – die einzige Dekoration in dem ansonsten streng reformierten und somit schmucklosen Gotteshaus. Was gibt es wohltuenderes für das Auge?

Hier lenkt nichts von dem Wort Gottes, unseres Schöpfers ab.

Man kann die Johanneskirche am nahegelegenen Martin-Luther-Platz als die evangelische Citykirche der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf ansehen.

Sie sticht dadurch hervor, daß es dort ein Kirchen-Café mit sehr schmackhaftem Essen gibt.

Einen solchen „Luxus“ bietet die Neanderkiche nicht.

Sie ist in der Regel nur zu gemeindlichen Veranstaltungen geöffnet; wer also beispielsweise zu Werktagen an der Kirche vorbeiläuft, wird auf einen leeren, verwaisten Kirchhof blicken (war die Kirche früher in einem Hinterhof geleglen, weil Düsseldorf ansonsten streng katholisch war?).

Was schon ein wenig bedauerlich ist.

Glaubt man den Worten des örtlichen Küsters, gibt es wohl genügend Einheimische und Touristen, die die KIrche besichtigen und als Ort der Ruhe, Stille und Besinnung nutzen möchten.

Was aber nicht ist, kann ja noch kommen.

Vielleicht hat der geneigte und interessierte Leser ja beispielsweise an einem Sonntag die Möglichkeit, die Kirche zu besuchen (und an einem Gottesdienst teilzunehmen).